Der Fokus der Arbeitsgruppe „Faserspektroskopische Sensorik“ liegt auf der Entwicklung innovativer, miniaturisierter faserbasierter Messverfahren sowie deren Anwendung auf die Bereiche Umweltwissenschaften, Pharmazie und Biomedizin. Als Nachweisverfahren werden IR- und Raman-Spektroskopie sowie SERS eingesetzt. Die Arbeitsgruppe versteht sich hierbei als Bindeglied zwischen den Forschungsabteilungen „Spektroskopie/Bildgebung“ und der Forschungsabteilung „Faseroptik“.
Die Raman-Spektroskopie weist einzigartige Vorzüge für Chemo- und Bioanalytik auf, da in wässriger Umgebung gearbeitet werden kann und die spektral schmalbandigen, inhärenten Signale der verschiedenen Analyt-Moleküle eine marker-freie, zerstörungsfreie, selektive, simultane Analyse und Quantifizierung erlauben. Raman-Sensorik in mikrostrukturierten Hohlfasern benötigt nur minimale Probenmengen, erlaubt starke Licht-Analyt-Wechselwirkungen und somit hohe Nachweisempfindlichkeiten. Eine zusätzliche Verstärkung der Sensitivität und Selektivität kann mithilfe von Resonanz-Raman und SERRS erzielt werden.
Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeitsgruppe besteht in der Gas-Sensorik mittels hochempfindlicher, miniaturisierter Spektroskopie-Methoden. Diese Arbeiten sind wissenschaftlich in den Jenaer Schwerpunkt „Funktionelle Biodiversitätsforschung“ (AquaDiv@Jena) eingebunden und zielen auf eine In-situ-Charakterisierung von Variationen der mikrobiellen Gasumsetzung in Böden und Aquiferen ab.



