AG Molekulare Bildgebung

Die Entschlüsselung der molekularen Fingerabdrücke von Krankheiten steht heutzutage weit oben auf der Prioritätenliste biomedizinischer Forschung. Detailliertes Wissen über die Änderungen der chemischen Zusammensetzung bei pathologischen Zell- und Gewebefunktionen kann die Entwicklung neuartiger Therapieansätze potentiell beeinflussen, einschließlich der Entwicklung effektiverer und wirkungsgenauerer Medikamente. Des Weiteren könnte die chemische Fingerabdruckanalyse, sofern sie mit Echtzeit-Bildgebungsverfahren kombiniert wird, als analytisches Hilfsmittel während einer Operation dienen, indem sie den Chirurg Tumorgrenzen erkennen lässt.

Unser Ansatz zielt auf die Kombination der chemisch sensitiven CARS-Mikroskopie (kohärente anti-Stokessche Raman Streuung) mit anderen mikrospektroskopischen Kontrastmechanismen wie z.B. Zweiphotonenfluoreszenz und Zweite-Harmonische-Generierung um auf diese Weise optimalen Informationsgehalt über physiopathologische Prozesse zu gewinnen. Dieser mikrospektroskopische Ansatz ist chemisch sensitiv, zerstörungsfrei, kommt ohne die Verwendung von externen Markern aus und kann zur Echtzeitdiagnose mit Videorepetitionsrate eingesetzt werden. Unsere biomedizinischen Anwendungen konzentrieren sich in Zusammenarbeit mit der Klinik der Friedrich-Schiller-Universität und anderen externen Partnern insbesondere auf die Krebsdiagnostik, die Neuropathologie und die Untersuchung von strukturellen Veränderungen in der Haut. 

 

 

ANSPRECHPARTNER

  • Prof. Dr.​ Jürgen​ Popp
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